Unsere heutige Scheidungsrate liegt statistisch bei rund 50 Prozent, das bedeutet im Umkehrschluß, dass jede zweite Ehe geschieden wird. Warum ist es denn so schwierig, eine Ehe aufrecht zu erhalten? Unsere Großeltern haben es ja auch geschafft. Aber schauen wir uns das mal genauer an.
Zu Zeiten unserer Großelter und sogar unserer Eltern gab es eine klassische Aufgabenteilung in einer Ehe. Der Mann arbeitete und verdiente das Geld. Die Frau war für die Erziehung des Nachwuchses zuständig und versorgte den Haushalt. Aber moderne Eheleute sind meist beide berufstätig, verdienen häufig ähnlich viel. Wahrscheinlich ist das der Fehler. Die Frauen sind nicht mehr von ihrem Ehemann finanziell abhängig. Manchmal aber eher selten verdienen sie sogar mehr als ihr Mann. Ist vielleicht die finanzielle Unabhängigkeit der Frau der Dolchstoss für die Ehe? Man könnte es fast meinen. Also zurück in die Küche und an den Herd, Frauen heißt die Devise, wenn ihr verheiratet bleiben wollt.
Der moderne Mann muss inzwischen im Haushalt mithelfen. Es greift zum Staubsager am Wochenende und nicht selten putzt er sogar die Böden. Wo bleibt da die Männlichkeit? Ein Mann hat sich die Finger nicht schmutzig zu machen. Und wenn er sich mal an der Herd stellt, dann kocht er nur etwas nach, was er in einer der Kochshows beobachtet hat. Und das zum puren Vergnügen. Es soll ja nicht in Stress ausarten. Es ist schließlich eine Aufgabe der Frau, sich jeden Tag den Kopf zu zerbrechen über das Essen.
Will man seine Ehe retten, muss man auch das gemeinsame Einkaufen einstellen. Während die Frau die Besorgungen erledigt, widmet sich der Mann der Lektüre seiner Tageszeitung. In äußersten Notfällen oder natürlich wenn man es gern macht, beschäftigt sich der Mann mit handwerklichen Aufgaben. Das ist eine klassische männliche Disziplin.
Wir müssen einfach einsehen, dass das moderne Modell der Ehe mit gleichberechtigten Partnern als überholt gelten muss. Das zeigt uns die Scheidungsrate. Also back to the roots, machen wir es wie unsere Großeltern. Verheiratete Frauen haben in der Arbeitswelt nichts zu suchen, höchstens als Minijoberin, damit ihnen nicht so langweilig ist zu Hause. Und der Mann ist der Alleinversorger für die ganze Familie!
ISAKI 1/11