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Weihnachtsbaum mal anders

Wenn die Weihnachtszeit naht, stehen überall wunderschön geschmückte Christbäume in der Gegend. Jedes Geschäft, das auf sich hält, stellt einen auf zur Freude der Kunden und als Ansporn, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Und jede Familie kauft einen Christbaum für das Zuhause, denn traditionsgemäß finden die Weihnachtsgeschenke unter dem Weihnachtsbaum Platz.

Wir Großstädter haben leider ein Platzproblem: wohin mit dem Weihnachtsbaum in den kleinen vier Wänden? Ich zum Beispiel habe ein sehr schönes Wohnzimmer und jede Ecke ist sinnvoll ausgenutzt. Wo soll ich denn einen Weihnachtsbaum hinstellen? Ich kam eines Tages auf eine großartige Idee. Meine Zimmerpflanze, ein Ficus benjamini, der inzwischen enorme Spannweite und Höhe hat, wurde kurzer Hand zum Christbaum umfunktioniert. Ich holte meine schönen roten und goldenen Kugeln aus dem Keller und behängte den Baum damit. Er sieht herrlich aus und das Wohnzimmer hat einen weihnachtlichen Charakter. Ich kann es jedem nur empfehlen, verabschieden Sie sich von der Nordmanntanne und bekennen Sie sich zum weihnachtlichen Ficus.

Dieses Jahr ist eine Katastrophe passiert. Der Ficus ist so gewachsen, dass er Heiligabend unter dem Gewicht der Kugeln umkippte. Natürlich ist eine große rote Weihnachtskugel zerbrochen. Ich stellte den Baum wieder auf und griff kurz entschlossen zur Schere und verpasste dem Ficus eine neue Frisur. Ich schnitt die langen Zweige auf ein Mittelmaß zurück, entschied mich aber dagegen, ihn in Form eines Weihnachtsbaum symmetrisch zu gestalten. Das fand ich dann zu viel verlangt.
Jetzt steht er festlich geschmückt in der Ecke und schmollt gar nicht. Der Ficus ist jetzt verjüngt. Und die Kugel sehen großartig aus. So habe ich mein Problem mit dem mangelnden Platz und dem Wunsch nach einem Weihnachtsbaum gelöst.

Selbstverständlich kann man sich auch einen Miniaturchristbaum aus Kunststoff zulegen. Meine Mutter hat so einen und er sieht sehr süß aus. Es gibt sogar schöne Lichter und Schmuck auf ihm und all das war komplett zu kaufen.
Es ist einfach traurig, wenn zur Weihnachtszeit die Wohnung nicht entsprechend geschmückt ist. Ich schlage vor, dass Sie wenigstens ein paar Zweige in eine Vase stellen und diese mit Christbaumschmuck dekorieren. Der Vorteil von frischen Zweigen ist, dass sie so schön nach Wald duften. Und schon kann das Christkindl kommen und seine Gaben verteilen.

Vorbereitung auf Weihnachten

Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, sind wir in der Weihnachtszeit angekommen. Das ist immer ein schöner Jahresausklang, ein Fest der Familien. Was machen aber die vielen Singles oder einsame Menschen, die keine Familie haben? Für sie ist diese Zeit am schwierigsten. Viele Lokale und Kneipen haben geschlossen, viele Freunde sind bei ihren Familien, die Zurückgelassenen müssen aufpassen, dass sie nicht depressiv werden. Alle anderen können ihre Familien treffen, manche müssen eine lange Anfahrt organisieren, vom Job frei nehmen.

Wie bereitet man sich auf die Weihnachtszeit am besten vor? Wenn man eine große Familie hat, die unter dem Weihnachtsbaum beschenkt werden muss, ist es am besten, schon frühzeitig mit dem Geschenkebesorgen anzufangen. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man schon Anfang Dezember die Geschenke komplett hat. Für die Verfechter des Last-Minute-Shoppings sei gesagt, dass man dann leider oft nur etwas aus Verlegenheit kauft und nicht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Beschenkten eingehen kann. Man darf auch nicht den Stressfaktor vernachlässigen, unter Tausenden anderer in der Stadt auf die Jagd nach dem Richtigen zu gehen. Alle sind irgendwie angespannt, gestresst und gehetzt. Das muss doch nicht sein.

Obligatorisch ist am 1. Advent der Adventskranz mit wahlweise einer oder vier Kerzen. Klassisch sind natürlich 4 Kerzen, jeden Sonntag wird ein Lichtleich mehr angezündet. Es kann aus frischen Tannenzweigen sein oder nur aus einem Arrangement bunter Kugeln, Tannenzapfen, Engeln und Nikoläusen. Schön ist auch, wenn man die Wohnung mit Lichtern und Kugeln schmückt, ein Adventskalender ist auch hübsch, in dem man für die Lieben kleine Geschenke für jeden Tag versteckt. Jedes Jahr besorge ich einen prächtigen Weihnachtsstern, das hat schon Tradition.

In der Vorweihnachtszeit werden die Plätzchen gebacken, Vanillekipferl, Spritzgebäck, Spitzbuben, Kokosmakronen und so viel mehr. Ein echter Dresdner Stollen ist ein Gedicht, auch wenn er eine wahre Kalorienbombe ist, aber einmal im Jahr darf man sündigen.

Am Heiligen Abend wird dann der Weihnachtsbaum aufgestellt mit vielen bunten Kugeln und Lichtern. Jetzt können die Geschenke unter dem Baum platziert werden und es ist eine Schau.

Für das Weihnachtsmenü kann man schlecht Empfehlungen geben, denn viele essen ein klassisches Gericht jedes Jahr, andere variieren immer aufs Neue. Es ist nur ratsam, sich rechtzeitig mit dem nötigen Zutaten einzudecken, sie ggf. einzufrieren sei es die Ente, Gans oder Truhhahn. Manche in Bayern essen Würstel und Kartoffelsalat, aber das ist eine Geschmackssache. Delikatessen sind sehr gefragt, also bitte an das Timing denken.

Ein geruhsames und entspanntes Weihnachtsfest allerseits!